STANDORTE, ERSCHLIESSUNG UND ERRICHTUNG - DAS GENEHMIGUNGSVERFAHREN

Die Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG plant die Errichtung von 20 Windenergieanlagen (WEA) vom Typ VESTAS V150-5,6 MW mit einer Nennleistung von jeweils 5,6 MW sowie zugehörige Kran- und Montageflächen im Forstgutsbezirk Reinhardswald im Landkreis Kassel. Bei einer Nabenhöhe von 166 Metern und einem Rotorradius von 75 Metern wird die Gesamthöhe der Anlagen 241 Meter über Geländeoberkante betragen.

 

Die Begutachtung des Standortes, seiner Flora und Fauna und die Windmessungen sind aktuell abgeschlossen, sodass der Antrag auf Genehmigung beim Regierungspräsidium vorbereitet wird. Bei diesem Genehmigungsverfahren wird die Öffentlichkeit beteiligt.

 

Lage- und Standortbeschreibung

Der Windpark umfasst den nördlichen Planungsbereich „Farrenplatz“ (Gemarkung Oberförsterei Karlshafen) mit vier WEA sowie den südlichen Planungsbereich „Langenberg“ mit 16 WEA (Gemarkung Oberförsterei Gottsbühren).

 

Alle beantragten WEA befinden sich in einem großflächigen Wirtschaftswald in einer Höhenlage von 260–310 Metern (Farrenplatz) beziehungsweise 320–450 Metern (Langenberg).

Lageplan der Windenegieanlagen inkl. der Grenzen der Windvorrangebiete.

Die Anlagenstandorte konzentrieren sich dabei größtenteils auf Nadelwald und Windwurfflächen. Junge, lichte Laubwaldbestände werden nur in einem sehr geringen Umfang tangiert. Das Planungsgebiet des Antrags ist von den Anrainerkommunen Hofgeismar, Trendelburg, Bad Karlshafen, Wahlsburg, Oberweser und Reinhardshagen umgeben.

 

Beide Planungsbereiche sind im Teilregionalplan Energie Nordhessen als Windvorranggebiete ausgewiesen.

 
Eigentumsverhältnisse

Für alle 20 Windenergieanlagenstandorte hat die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) einen direkten Pachtvertrag mit HessenForst abgeschlossen – ein einzigartiges Projekt in Hessen.

 

Windenergieanlagen

Die Windenergieanlage Vestas V150-5,6 MW ist eine Aufwindanlage mit Pitchregelung, aktiver Windnachführung und einem Dreiblattrotor. Der Arbeitsbereich der WEA liegt bei einer Windgeschwindigkeit von zirka 3 m/s bis 23 m/s. Ab einer Windgeschwindigkeit von etwa 23 m/s wird die Anlage aus dem Wind gedreht und abgeschaltet. Die Sicherheit wird unter anderem durch ein aerodynamisches Bremssystem, ein Blitzschutzsystem sowie ein Sensorsystem gewährleistet, dass die Anlage bei Störungen unverzüglich abschaltet.

 

Zur Errichtung der Windenergieanlagen sind ausreichende Arbeits- und Kranstellflächen sowie ausreichend dimensionierte Fundamente notwendig. Die Stahlbetonfundamente werden in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten mit oder ohne Auftriebssicherung durchgeführt. Der Fundamentdurchmesser variiert daher zwischen 27 und 32 Metern bei einer Tiefe von etwa drei Metern.

 

Dauerhafter und temporärer Platzbedarf

Für Fundament, Kran- und Montageflächen werden dauerhaft Flächen je Windenergieanlage benötigt. Dabei ist zwischen einer Vollversiegelung im Bereich des Fundamentes sowie einer Teilversiegelung im Bereich der Kranstellflächen zu unterscheiden. Der Aufbau der Kranstellflächen erfolgt in der Regel in Schotterbauweise. Weiterhin werden in Abhängigkeit von den topografischen Gegebenheiten Böschungsflächen für Aufschüttungen oder Abgrabungen benötigt.

 

Die Mittelspannungstransformatoren befinden sich innerhalb der WEA-Gondeln. Separate Trafohäuser an jeder Windenergieanlage sind daher nicht erforderlich.

 

Erschließung

Ausgehend von der Autobahn BAB7 Abfahrt Anschlussstelle Hann. Münden-Hedemünden ist die Erschließung des Windparks auf öffentlichen Wegen über die K206, B80 sowie K75 und K76 vorgesehen. Außerhalb der öffentlichen Wege orientiert sich die Erschließung an der vorhandenen Infrastruktur von Forstwirtschaftswegen.

 

Sofern nichtöffentliche Wege benutzt werden, wird deren Nutzung in Absprache mit den jeweiligen Eigentümern erfolgen und die Wegerechte werden mittels Dienstbarkeiten und Verträge zugunsten des Betreibers gesichert.

 

Die Verkehrsflächen im geplanten Windpark werden überwiegend auf bereits vorhandenen Forstwegen in ungebundener Bauweise hergestellt. Ziel ist die Minimierung der Eingriffe, so dass eine Versickerung von Regenwasser weiterhin möglich ist. Die geplante Wegebreite beträgt rund 4,5 Meter. Die Breite vieler Forstwege beträgt bereits zirka 3,5 bis 4 Meter.

 

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